Sep 3

Techno Trash

um 12:58 Uhr | Kategorie: Filme | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

Die Welt ist nach einem Atomkrieg in eine radioaktive Wüste verwandelt, innerhalb derer sich Menschen rund um die verbliebenen Industriestätten angesiedelt haben. Ein “Zone Tripper” findet in der Wüste vermeintlichen Roboterschrott (dessen Rolle in militärischer Hinsicht vorerst nicht erläutert wird), den er in der “Stadt” zum Verkauf anbietet.

Einer der jungen Protagonisten schenkt den “Schrott” seiner Freundin, die in ihrem flat Kunst herstellt (!) und den Kopf des Roboters prompt bemalt (was der US-amerikanischen Flagge nicht unähnlich sieht) und in ein Kunstwerk integriert.Doch – man ahnt es – der Roboterkopf ist noch aktiv und findet einen Weg, die restlichen Roboterteile zusammenzusetzen und seiner eigentlichen Aufgabe nachzugehenen – Zerstörung.

Der Roboter stammt aus der Reihe M.A.R.K. 13, was u. a. in Deutschland Teil des Titels war (Hardware aka M.A.R.K. 13, UK/USA 1990, Richard Stanley). Der Film ist in UK relativ günstig als sehr nette Blu Ray zu beziehen, die einige Extras bietet und zudem ungeschnitten daherkommt. Durchaus technologiekritisch das Ganze, natürlich auf herrlichem Splatter-Niveau, denn erst zerlegt MARK 13 ein paar Menschen, bevor die Menschen MARK 13 zerlegen, der sich als Militärroboter mit entscheidenden Fehlern herausstellt.

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Sep 2

Celebrity Death Match

um 09:13 Uhr | Kategorie: Allgemein | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

Wie macht man den Untergang der Menschheit medial fassbar? Entweder man zeigt tragische Einzelschicksale oder man weist auf die Masse an Menschen hin, die umgekommen sind (gerne in Filmen ex negativo, indem ein “last man standing” gezeigt wird). Eine dritte Möglichkeit? Ja!

Bei Y – The last Man fiel mir zuletzt auf, dass die verbliebenen Frauen nicht nur den verschwundenen Männern, sondern insbesondere den Stars unter ihnen nachtrauern – beispielsweise den Stones (unglaublich gute Wahl zum Nachtrauern …).

In The Walking Dead überlegen die Protagonisten in einer zombiefreien Minute, was sie wirklich vermissen – einige nennen American Football, einer vermisst seine (Oakland) Raiders.

In Zombieland sind die Protagonisten hellauf begeistert, Bill Murray in seiner Villa noch lebend zu finden (er spielt sich selbst); da er sich um nicht aufzufallen als Zombie verkleidet hat, wird er leider erschossen.

All das sind meines Erachtens starke Markierungen für das, was verloren ist – ebenso wie die immer wieder “fallende” Freiheitsstatue, die eine Mischung aus kulturellem Denkmal und einer symbolischen Person ist.

Hat jemand noch weitere Beispiele?

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Sep 1

Speculative History

um 21:52 Uhr | Kategorie: Comics | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

Der Comic The Life Eaters präsentiert eine Welt der 1960er-Jahre, die nicht dem gewohnten Gang der uns bekannten Geschichte entspricht: Der zweite Weltkrieg wurde von Deutschland und Japan gewonnen, allerdings im wörtlichen Sinne nur mit Hilfe der (nordischen) Götter. Hier wird ganz großes “Kino” geboten, was alternative fiktionale Geschichtsverläufe angeht, ein Genre, für das bekanntlich Philip K. Dicks Orakel vom Berge Pate steht; nicht im klarsten aller Sinne postapokalyptisch, aber einen Blick über den Tellerrand wert (ohne zu spoilern: es geht u. a. um durchaus Apokalyptisches, darunter die Unbewohnbarmachung der Welt durch Atombomben, Treibhausgase etc. – einmal abgesehen davon werden geschichtliche Details durchaus ironisch in die Melange aus WWII- und Göttergeschichte eingebunden).

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Aug 31

Dr. Strangelove Electronics

um 09:55 Uhr | Kategorie: Comics,Dokumente und Geschichte | Autor: (SH) | Andere Beiträge von (SH) | drucken

Aug 31

Stadt-Land-Flucht

um 09:43 Uhr | Kategorie: Comics | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

Ein Polizist erwacht im Krankenhaus, nachdem er angeschossen wurde – aber niemand ist mehr im Krankenhaus… klingt verdächtig nach “28 Days later” (Comic/Verfilmung), ist aber The Walking Dead, eine mittlerweile 10-, bald 11-reihige Comicserie. Der Polizist sucht in der Kleinstadt nach den Bewohnern, findet aber nur deformierte Wesen, die ihm nach dem Leben trachten (genau: Zombies ;) ) – sein Weg führt ihn in die nächste Großstadt, wo er seine Familie vermutet, die sich zu den Verwandten geflüchtet haben könnte. Die Stadt ist allerdings voller Zombies, doch der Protagonist wird von einem Jungen gerettet und kann zu einer Flüchtlingskolonne dazustoßen, in der er auch seine Familie wiederfindet. Doch damit ist das Happy End noch lange nicht nahe, zum äußeren Feind gesellen sich auch noch innere …

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Aug 29

Incoming!

um 17:28 Uhr | Kategorie: Texte | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

Gerade gestern sind drei neue Bucherwerbungen auf meinem Tisch gelandet, die ich nur empfehlen kann.

Klimarkriege von Harald Welzer versucht die Folgen des schon absehbaren Klimawandels gesellschaftlich umzulegen und – so deutet es der Titel schon an – sieht eine düstere Zukunft der Gesellschaft.

Katastrophen – Eine Kulturgeschichte vom 16. bis ins 21. Jahrhundert schreitet mit dem Leser die größten Katastrophen der Neuzeit ab, nicht ohne einen Ausblick zu bieten und auf kulturelle Phänomene wie “Alarmismus” einzugehen.

Einen Sprung zurück in den kalten Krieg bedeutet die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Biographie J. Robert Oppenheimers von Kai Bird und Martin J. Sherwin. Viel Lesestoff zum “Vater der Atombombe”.

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Aug 28

Fröhliches Ende erwartet

um 22:49 Uhr | Kategorie: Musik | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

R.E.M. kann man ja mögen oder auch nicht, aber diese Version von “It’s the end of the World as we know it” ist zu frisch, um sie stehen zu lassen:

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Aug 28

Die Amazonen und das Überlebenden-Syndrom

um 22:33 Uhr | Kategorie: Comics | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

Was wäre, wenn mit einem Schlag alle Männer – mit der Ausnahme eines jungen Mannes und eines männlichen Affen – auf der Erde sterben würden? Wie würden gesellschaftliche Strukturen sich neu formieren, die vormals von Männern dominiert waren? Wer regiert, wer leitet den Großteil der Unternehmen, und: wie pflanzt sich die Menschheit fort?

Der Comic Y – The Last Man beginnt mit dieser Grundkonstellation und entwickelt sich um die Geschichte des letzten verbliebenen jungen Mannes, der gesellschaftlichen Neuformierungen, der Kompensation des Verlustes der männlichen Hälfte der Bevölkerung der Welt, und wirft damit einen kritischen Blick auf Genderaspekte des Postapokalypse-Genres. Dabei wird die Frage aufgeworfen: Warum ist ein Mann übrig geblieben? Was hat den Tod der anderen Männer bewirkt? Wird die Menschheit sich wieder reproduzieren können, und sei es mit technischen Hilfsmitteln (Klonen ist durchaus ein Thema)?

Bald erscheint der elfte Teil der Reihe, die wirklich empfehlenswert ist!

Errata: Leider mit “The Walking Dead” durcheinandergekommen, bei der Reihe erscheint demnächst Band 11; Y – The Last Man ist mit Band 10 abgeschlossen…

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Aug 20

Postapokalyptika 2010

um 23:02 Uhr | Kategorie: Veranstaltungen | Autor: (CFH) | Andere Beiträge von (CFH) | drucken

Am vergangenen Wochenende fand in Karlsruhe die “Postapokalyptika 2010″ statt, das jährliche Treffen der verrückten Menschen, die hier im Rampenlicht und im Verborgenen wirken.

Am 13.08. reisten die ersten externen Gäste an, Irina Gradinari (Trier) und Stefan Höltgen (Berlin); Thomas Jäger, Dominik Schrey und “The Host” Christian Hoffstadt (alle Karlsruhe)  ergänzten die übersichtliche Reihe der Teilnehmer. Zum Aufwärmen ging es erst einmal in die Jürgen Klauke-Ausstellung im ZKM, abends fand ein erstes Screening statt, nämlich Children of Men. Der anschließende Podcast war leider nicht netztauglich, Experten versuchen momentan fieberhaft herauszufinden, ob die Belegschaft zu wenig oder zu sehr betrunken war, um dieses Meisterwerk mit einer Runde Gelaber entsprechend zu würdigen.

Am zweiten Tag, 14.08., fanden drei Impulsreferate statt, die ihren Weg in den zweiten Reihenband finden werden (der erste wird noch dieses Jahr erscheinen, mehr dazu in Bälde):

Stefan Höltgen: >rm -r mankind_. Der ve/orprogrammierte Atomkrieg

Christian Hoffstadt: Cylons in America – 9/11 und die Suche nach der Menschlichkeit

Irina Gradinari: Impulsreferat zu “Hässliche Schwäne” und “Die Briefe eines Toten” (1989)von Konstantin Lopuschanskij

Abends fand nach einem Besuch bei Retro Games e. V. und einschlägigen Verwendungen der Automaten “Missile Command” und “Terminator” ein Screening von Mutant Chronicles statt.

Der kommende Tag, 15.08., diente den weiteren Planungen der Reihe, diverser Veranstaltungen (PKD-Fans werden sich bald freuen dürfen) und einem abendlichen Screening von Book of Eli mit reduzierter Mannschaft.

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Aug 15

Wem die Stunde schlägt …

um 19:05 Uhr | Kategorie: Allgemein,Web | Autor: (SH) | Andere Beiträge von (SH) | drucken

Rechts im Menü befindet sich seit heute die “Doomsday Clock” des “Bulletins of the Atomic Scientists“, die anzeigt, wie nah die die Menschheit derzeit am Rand ihres Untergangs befindet. Die Berechnung der Uhrzeit basiert auf verschiedenen Faktoren (Krieg, Umweltzerstörung, …) und kann auf der Webseite des Projektes nachvollzogen werden. Wir bedanken und beim “Bulletin of the Atomic Scientists” für die freundliche Genehmigung, ihre Uhr bei uns hotlinken zu dürfen.

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