Logans Run (1976)

Über den deutschen Titel “Logans Run – Flucht ins 23. Jahrhundert” darf man gerne schmunzeln, dennoch vereint diese heute komisch wirkende Inszenierung einer dystopischen Gesellschaft in einem künstlichen Stadtstaat einige nette Ideen: Die Stadt reguliert sich selbst, indem alle Einwohner (“Läufer”) sich mit der Vollendung des 30. Lebensjahres dem “Erneuerungsritual” stellen müssen, bei dem – man ahnt es – niemand “erneuert” wird, sondern die Bewohnerzahl künstlich dezimiert wird. Reguliert wird dies durch die sog. “Sandmänner”, die die Einhaltung des Rituals streng überwachen. Einer von ihnen kommt einer Gruppe von Rebellen auf die Spur, die jenseits der Stadt Lebensraum erschlossen haben – wie so oft in dystopischen Filmen überwiegt die Neugier auf einen freien, natürlichen Lebensraum (im Gegensatz zur rigiden Enge des künstlichen Schutzraumes, der nur durch Kontrolle zu funktionieren scheint) und ein Sandmann entkommt mit einer Frau in die “Freiheit”, wo sie auf das offensichtlich von der Natur zurückeroberte Washington D. C. treffen.

capitol1.jpg

Auch nicht uninteressant: Sie kämpfen vorher gegen einen Cyborg, der durch einen Spiegelschrank mit Kopf dargestellt wird – für alle Cyborgfans sehr interessant … Insgesamt von der Aufmachung schlecht gealtert, greift der Film dennoch grundsätzliche Themen wie Ökologie, Freiheit, Ordnung, Altern usw. auf und ist weitere Blicke wert.

This entry was posted in Film, Retro. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>