The Signal (USA 2007, Regie: David Bruckner/Dan Bush/Jacob Gentry) (DVD) ist wieder einmal ein Grenzfall: Ähnlich wie in vielen Zombiefilmen löst ein Ereignis aus, dass die Menschen sich verändern und gegenseitig umbringen – allerdings ist es hier mal kein Virus, der zu postapokalyptischen Zuständen führt. Wie der Titel schon verrät, sind es die Medien, die auf einmal seltsame Signale senden und die Menschen, die in deren Bann geraten, charakterlich stark verändern. Diese werden nicht zu seelenlosen, stummen Zombies, sondern können noch durchaus logisch argumentieren, warum sie töten – z. B. weil sie sich (in der eskalierenden Situation: zurecht) von allen Seiten bedroht fühlen. Leider insgesamt etwas verworren und nicht stringent genug inszeniert, gewinnt die stark an Stephen Kings Roman “Puls” erinnernde Geschichte ihren Reiz dadurch, dass die ausgesprochene Medienkritik immer wieder ironisch gebrochen wird. So ist es am Ende nicht klar, wer “logisch denkend” und wer “verrückt” ist, bzw. wer “beeinflusst” und wer “normal” ist. Insgesamt ist das Ganze als Charakterstudie im Kleinen interessant (das Ganze spielt meist in Innenräumen mit kleiner Besetzung), ist aber genauso gut als Kandidat für die Untersuchung komischer Gewaltdarstellung.

