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	<title>Kommentare zu: „Die Welt ist erst untergegangen, wenn die Kartoffeln die Menschen schälen!“</title>
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		<title>Von: postapocalypse &#187; The stockpile of things… Survivors (BBC, 1975)</title>
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		<dc:creator>postapocalypse &#187; The stockpile of things… Survivors (BBC, 1975)</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 19:02:48 +0000</pubDate>
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		<description>[...] erste Staffel von Terry Nations Survivors angeschaut: Nachdem die neuere US-Serie Jericho (siehe Christians Ausführungen dazu) ja ziemlich enttäuschend war, hatte ich keine allzu hohen Erwartungen mehr an eine [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] erste Staffel von Terry Nations Survivors angeschaut: Nachdem die neuere US-Serie Jericho (siehe Christians Ausführungen dazu) ja ziemlich enttäuschend war, hatte ich keine allzu hohen Erwartungen mehr an eine [...]</p>
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		<title>Von: (DS)</title>
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		<dc:creator>(DS)</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 03:23:43 +0000</pubDate>
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		<description>Ganz bis zum Ende der ersten Staffel habe ich es nicht geschafft, irgendwann war es mir dann doch zu doof - aber danke für die schöne Zusammenfassung!
Schade, dass die eigentlich spannende Ausgangsidee so unbefriedigend ausgespielt wird und die Serie eher Soap-Qualitäten bekommt mit den vielen platt-romantischen Subplots: eigentlich eine amerikanische Kleinstadtserie wie jede andere auch, nur dass hier die Bewohner ihren Ort eben wegen des Weltuntergangs nicht verlassen können und nicht aus anderen ähnlich fadenscheinigen Gründen. 
Amüsant finde ich vor allem die ganz neue Perspektive auf die Zeit nach einem Atomkrieg: Die üblichen Folgen - Fallout, Krankheiten, Mutationen, mangelnde Nahrungsmittel etc. - spielen nur noch eine sehr periphere Rolle und werden eher pflichtbewusst erwähnt, dafür treten die persönlichen Konflikte etwa zweier Kandidaten für das Bürgermeisteramt oder die Midlife-Crisis einer der Hauptfiguren in den Vordergrund. Die Versuche der Serie, sich einerseits deutlich in der amerikanischen Realität des beginnenden 21. Jahrhunderts (die ständigen Bezüge zu Irakkrieg und 9/11) und andererseits in einer komischen Phantasiewelt zu positionieren, wirken ziemlich schnell nervig und bemüht: So wird ernsthaft erwogen, China könnte nicht nur FBI und CIA unterwandert haben, um auf diese Weise Atombomben in amerikanischen Großstädten zu zünden, sondern auch noch vergiftete Lebensmittel für die Überlebenden abwerfen?? Man wird das Geühl nicht so richtig los, dass der einzige Grund dafür, dass ständig in letzter Sekunde verhindert wird, dass das Geheimnis sich lüftet (EMP...), darin liegt, dass sich die Macher der Serie selbst keine Weltverschwörungstheorie ausdenken konnten, die all diese Absurditäten plausibel machen könnte.
Politisch bzw. ideologisch ist das Ganze erstaunlich reaktionär, und zwar nicht nur, weil die Folgen eines Atomkrieges verharmlost (ach was: verniedlicht) werden: Auffällig ist, dass die &quot;Koalition der Willigen&quot; überhaupt keine Rolle spielt, obwohl die Angriffe offenbar ausschließlich Amerika galten. Europa wird eigentlich überhaupt nie erwähnt - im Zweifelsfall ist die amerikanische Gesellschaft, deren (ethnisch stark reduzierten) Zerrspiegel der Mikrokosmos Jerichos wohl darstellen soll, eben doch ganz auf sich alleine gestellt. Zur Not werden daher auch mal die einzigen Brücken zum Ort gesprengt, wenn sonst das Elend aus der Peripherie ins Zentrum zu rücken droht - Hauptsache, zu Halloween gibt es (nuklear verseuchte?) Kürbisgeister und die Regale des Supermarkts bleiben gefüllt. Trotz aller persönlicher Spannungen zwischen den einzelnen Dorfbewohnern bleibt im Großen und Ganzen doch klar, dass es sich hier um anständige Menschen handelt, die nur ausnahmsweise mal einen Gegner foltern, wenn die Situation wirklich einfach keinen anderen Ausweg mehr zulässt. Die direkten Nachbarn und früheren Freunde arbeiten heimlich schon an den Waffen, mit denen die Mauern Jerichos zerstört werden sollen (so bibelfest scheinen die Macher dann ja doch nicht zu sein, oder ist es Absicht, dass Jerichos Mauern in der Serie verteidigt und eben nicht eingerissen werden müssen?), was einen leicht revisionistischen Beigeschmack hat: Die Protagonisten finden bei der heimlichen Inspektion der angeblichen Windmühlenfabrik im Nachbarsort tatsächlich die &quot;rauchenden Colts&quot;, die die Waffeninspekteure im Irak vergeblich gesucht haben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz bis zum Ende der ersten Staffel habe ich es nicht geschafft, irgendwann war es mir dann doch zu doof &#8211; aber danke für die schöne Zusammenfassung!<br />
Schade, dass die eigentlich spannende Ausgangsidee so unbefriedigend ausgespielt wird und die Serie eher Soap-Qualitäten bekommt mit den vielen platt-romantischen Subplots: eigentlich eine amerikanische Kleinstadtserie wie jede andere auch, nur dass hier die Bewohner ihren Ort eben wegen des Weltuntergangs nicht verlassen können und nicht aus anderen ähnlich fadenscheinigen Gründen.<br />
Amüsant finde ich vor allem die ganz neue Perspektive auf die Zeit nach einem Atomkrieg: Die üblichen Folgen &#8211; Fallout, Krankheiten, Mutationen, mangelnde Nahrungsmittel etc. &#8211; spielen nur noch eine sehr periphere Rolle und werden eher pflichtbewusst erwähnt, dafür treten die persönlichen Konflikte etwa zweier Kandidaten für das Bürgermeisteramt oder die Midlife-Crisis einer der Hauptfiguren in den Vordergrund. Die Versuche der Serie, sich einerseits deutlich in der amerikanischen Realität des beginnenden 21. Jahrhunderts (die ständigen Bezüge zu Irakkrieg und 9/11) und andererseits in einer komischen Phantasiewelt zu positionieren, wirken ziemlich schnell nervig und bemüht: So wird ernsthaft erwogen, China könnte nicht nur FBI und CIA unterwandert haben, um auf diese Weise Atombomben in amerikanischen Großstädten zu zünden, sondern auch noch vergiftete Lebensmittel für die Überlebenden abwerfen?? Man wird das Geühl nicht so richtig los, dass der einzige Grund dafür, dass ständig in letzter Sekunde verhindert wird, dass das Geheimnis sich lüftet (EMP&#8230;), darin liegt, dass sich die Macher der Serie selbst keine Weltverschwörungstheorie ausdenken konnten, die all diese Absurditäten plausibel machen könnte.<br />
Politisch bzw. ideologisch ist das Ganze erstaunlich reaktionär, und zwar nicht nur, weil die Folgen eines Atomkrieges verharmlost (ach was: verniedlicht) werden: Auffällig ist, dass die &#8220;Koalition der Willigen&#8221; überhaupt keine Rolle spielt, obwohl die Angriffe offenbar ausschließlich Amerika galten. Europa wird eigentlich überhaupt nie erwähnt &#8211; im Zweifelsfall ist die amerikanische Gesellschaft, deren (ethnisch stark reduzierten) Zerrspiegel der Mikrokosmos Jerichos wohl darstellen soll, eben doch ganz auf sich alleine gestellt. Zur Not werden daher auch mal die einzigen Brücken zum Ort gesprengt, wenn sonst das Elend aus der Peripherie ins Zentrum zu rücken droht &#8211; Hauptsache, zu Halloween gibt es (nuklear verseuchte?) Kürbisgeister und die Regale des Supermarkts bleiben gefüllt. Trotz aller persönlicher Spannungen zwischen den einzelnen Dorfbewohnern bleibt im Großen und Ganzen doch klar, dass es sich hier um anständige Menschen handelt, die nur ausnahmsweise mal einen Gegner foltern, wenn die Situation wirklich einfach keinen anderen Ausweg mehr zulässt. Die direkten Nachbarn und früheren Freunde arbeiten heimlich schon an den Waffen, mit denen die Mauern Jerichos zerstört werden sollen (so bibelfest scheinen die Macher dann ja doch nicht zu sein, oder ist es Absicht, dass Jerichos Mauern in der Serie verteidigt und eben nicht eingerissen werden müssen?), was einen leicht revisionistischen Beigeschmack hat: Die Protagonisten finden bei der heimlichen Inspektion der angeblichen Windmühlenfabrik im Nachbarsort tatsächlich die &#8220;rauchenden Colts&#8221;, die die Waffeninspekteure im Irak vergeblich gesucht haben&#8230;</p>
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