Archiv vom Januar, 2009

In the year 2525

Datum: 30. Januar 2009 | Kategorie: Musik

Bill McGuires kleines aber nettes Büchlein zu Global Catastrophes bei Oxford Press hat mich auf die Idee gebracht, diesen alten Song nochmal anzuhören, mit dem uns unser Englisch-LK-Lehrer immer quälen wollte:

Zager & Evans: In the year 2525

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Das Geheimnis der Atombombenversuche

Datum: 28. Januar 2009 | Kategorie: Filmtipp

Morgen Abend zeit ARTE den ersten Teil einer zweiteiligen Dokumentation über Atombombentest:

Donnerstag, 29. Januar 2009 um 19.00 Uhr
Das Geheimnis der Atombombenversuche
(Deutschland, 2004, 43 Min.)
Regie: Gerold Hofmann

mehr Info: ARTE

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Die Apokalypse gehört der Kirche

Datum: 28. Januar 2009 | Kategorie: Texte

Von Kasi bekomme ich gerade zwei Links zu Texten der ökumenischen Online-Zeitschrift “Theophil“, die sich mit dem Thema Apokalypse beschäftigen: Der eine von Thomas Bickelhaupt, Uwe Böhm und Gerd Buschmann behandelt den Weltuntergang als Phänomen der Popkultur; der andere von Stefan Pauler stellt in neun Thesen klar, warum die Apokalypse in den Religionsunterricht und nicht etwa in die Hände obskure Sekten oder postapokalyptischer Internetblogs gehört.

Wohl bekomm’s!

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Fleischfressende Fußgänger

Datum: 27. Januar 2009 | Kategorie: Filme

Nicht allzu viele Worte sollte man über Tooth and Nail (USA 2007, Regie: Mark Young) verlieren: Im Jahr 2012 geht der Menschheit das Benzin aus, und daher geht (so erfährt man leider wenig schlüssig im Nachhinein) die Welt unter: Die verbleibenden Menschen führen Krieg und werden allesamt zu Fußgängern, die sich in die Opfer- und in die Kannibalen-Gruppe aufteilen lassen. Die Zivilisation bringt sich gegenseiti um, verhungert oder erfriet – was der Film als den “amerikanischen Albtraum” bezeichnet. Die einzig witzige Idee des Filmes ist, dass er die Auswanderung der US-Bevölkerung nacherzählen lässt, die tragisch endet, da alle in den warmen Süden wollten.

Der Rest des Filmes ist eine Art schlecht gemachter Horror-Breakfast Club, in dem Kannibalen in ein von etwas zivilisierteren Zeitgenossen gehaltenen Krankenhauses einfallen. Wirklich schade, aus der Idee hätte man was machen können.

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“Wir wollen leben statt überleben.”

Datum: 27. Januar 2009 | Kategorie: Filme

Wall-E (USA 2008, Regie: Andrew Stanton), der nun auf DVD und Blu-ray erscheint, startet mit dem Blick auf die menschenverlassene, vollgemüllte Erde. Seltsame Hochhäuser türmen sich in die Höhe, später erkennt man: Das sind Mülltürme, die der drollige Held Wall-E aufgetürmt hat, um die Erde wieder wohnlich zu machen.

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CfP „Politische Ökologie“

Datum: 27. Januar 2009 | Kategorie: Allgemein,CFPs

Für die Zeitschrift für Kulturwissenschaften werden Beiträge zum Themengebiet “Politische Ökologie” gesucht. Hier ein Auszug aus dem Call, der unter H-Soz-u-Kult zu finden ist:

Kontroverse Beiträge zum Verhältnis von Natur, kulturellen Praktiken und (politischer) Diskursivität sind u.a. zu den folgenden Themen hoch willkommen:

1. Medialität der Naturkatastrophe
− Kultur-, Medien- und Kunstgeschichte der Naturkatastrophe; diskursive Ordnungen und religiöse Codierungen lokaler und globaler Krisen- und Untergangsszenarien; (kollektive) Inszenierungen und Performances des Katastrophischen; Fallstudien zur Medialisierung und politischen Instrumentalisierung des Klimas…

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Das Leben nach dem Menschen

Datum: 20. Januar 2009 | Kategorie: Dokumente und Geschichte,Filme,Simulation,Texte

Nachdem ich schon kurz auf die günstige englischsprachige Version von Alan Weismans The World Without us verwiesen hatte, liegt nun auch die deutsche Taschenbuchausgabe vor. Nicht nur Grund, nochmal genauer hinzuschauen, sondern auch Gelegenheit, das Buch in Verbindung mit einer netten Dokumentation zu bringen, die der History Channel unter dem Titel Life after People gezeigt hat (einige Episoden sind online anschaubar).
Weisman stellt die Frage, wie die Natur reagieren würde, wenn der Mensch plötzlich verschwände – wobei er offen lässt, welches der angerissenen menschlichen Vergehen (Umweltverschmutzung, atomare Bedrohung usw.) dazu führen soll. „An dem Tag, an dem die Menschheit verschwindet, beginnt die Natur augenblicklich mit dem Hausputz. Sie putzt unsere Häuser vom Antlitz der Erde. Alle werden sie verschwinden.“ (Weisman, S. 21) Es folgen hunderte Seiten, auf denen zum einen die Säuberung der Erde von den Resten der menschlichen Verschmutzung beschrieben wird, zum anderen folgen Exkurse in die Zeit vor dem Menschen. Einzig erstaunlich ist die Feststellung, dass von der Zivilisation tatsächlich nur wenige Dinge dauerhaft überleben werden, darunter Bronzestatuen, d. h. auch so große wie die Freiheitsstatue (selbst wenn sie im Hafenbecken liegen sollte, wovon Weisman ausgeht). (Weisman, S. 51) Am Ende des Buches findet sich eine schöne Übersicht, die zeigt, was nach einigen Tagen, Jahren, Jahrhunderten und Millionen Jahren nach dem Menschen mit der Erde passiert – diese Übersicht gibt es auch online.
Die Fernsehdoku Life after People ist wesentlich gestraffter, fokussiert jedoch genau die “Untergänge der Zivilisation”, die Weisman ausspart – und das ausgerechnet mit Tricktechnik, die ruhig mehr hätte kosten dürfen. Inhaltlich jedoch kommt die Doku eher auf den Punkt. Jede Generation hat ihre eigenen Geschichten des Armageddon – aber jetzt könnte die Menschheit ihre Vernichtung wirklich selber hervorrufen. Ganz konkret wir beschrieben, wie die Energieversorgung zusammenbricht, wie Haustiere teilweise zu Millionen überleben würden, um sich fortan vom Zivilisationsmüll und von den Toten zu ernähren. Auch hier wird die Rückkehr der Flora in die Großstädte beschrieben, Bauwerke zerfallen, Feuersbrünste und andere Naturkräfte und Katastrophen können vom Menschen ungehindert geschehen.
Besonders eindrücklich sind die Bilder Prpjats, einer Stadt nahe Tschernobyls, an der – mehr als 20 Jahre nach dem Reaktorunfall und der Evakuierung der Stadt – genau die Verfallserscheinungen erkennbar und nachweisbar sind. Wie Weisman setzt die Fernsehdoku also auch auf den “Im Kleinen ist es schon passiert, hier könnt Ihr es schon sehen”-Effekt.
Angerissen wird auch das Gedankenexperiment, wer den Verfall archäologisch beobachten sollte, wenn die Menschheit ausgestorben sein wird – in diesem Zusammenhang wird auch erwähnt, dass unsere modernen Archive unglaublich schnell zerfallen, besonders CDs und Papier sind sehr anfällig. Die Doku nennt auch einen innovativen Grund des Aussterbens des Menschen: Müll! (und damit sind wir wieder beim ursprünglichen Eintrag zu Weisman und dem Querverweis zu Wall-E, der alsbald auf DVD erscheint).

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Lustvolles Endzeitphantasieren

Datum: 10. Januar 2009 | Kategorie: Retro,Texte

Auf Spiegel Online erklärt Thea Dorn uns, warum wir apokalyptische Szenarien brauchen.

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Mutanten.org

Datum: 9. Januar 2009 | Kategorie: Allgemein

Soeben wurde ich vom Betreiber des Endzeit-Blogs mutanten.org kontaktiert, welches hiermit zur Partnerseite ernannt wird und ab sofort bei den Links zu finden ist. Die Seite hat eine etwas andere Ausrichtung, das ergänzt sich prima!

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Krisotainment

Datum: 2. Januar 2009 | Kategorie: Interview

Auf telepolis findet sich heute ein Interview mit dem Zukunftsforscher Matthias Horx, der globale Krisen und Katastrophen, wie wir sie hier skizzieren, weitestgehend für unplausibel hält, darin aber selbst Zeichen sieht:

Alle Kriege, alle Diktaturen sind eine bestimmte Form von Alarmismus, da werden Sündenböcke gesucht, da werden Ängste geschürt – davor habe ich in der Tat wirklich Angst. Ich bin alarmistisch gegen den Alarmismus.

lesen: telepolis

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