“Autoaufkleberphilosophie”

Basierend auf der Buchvorlage Babylon Babies von Maurice G. Dantec, liegt jetzt Babylon A. D. (USA 2008, Mathieu Kassovitz) auf DVD und Blu-Ray vor.

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Als Mischung aus “Children of Men” und “Das fünfte Element” angekündigt, erwartet den geneigten Zuschauer ein Vin Diesel-Actioner, der sich selbst gleich zu Beginn mit dem Begriff der “Autoaufkleberphilosophie” selbst ganz gut beschreibt. Die anfängliche Grundszenerie, die eher eine dystopische Stimmung wie “Blade Runner” erzeugt, spielt in der Zukunft Russlands, in der ein Söldner ein besonderes Mädchen beschützen und in die USA begleiten soll. Tatsächlich werden hier viele Genregrößen anzitiert,  allerdings zerfällt der Film trotz einiger guter Schauspieler (nein, nicht Vin Diesel …) in ein sinnloses Action-Mischmasch, das der Regisseur letztendlich nicht mehr verantworten wollte. Die an sich nette Idee, dass die Welt aus unspektakulären Gründen nicht mehr wiederzuerkennen ist (man singe kurz The End of the World as we know it an), wird vermischt mit einer Söldnerauftragsgeschichte, die stark an “Transporter” erinnert sowie einer Hoffnung, die mit dem empathischen, besonderen Mädchen Aurora verbunden ist, das sich als eine Art neue Jungfrau Maria entpuppt (was ja direkt und leider auch ohne Verstand bei “Children of Men” entlehnt ist).  Letztendlich ein verschenkter Stoff, ich berichte demnächst über die Vorlage, die schon auf dem Weg zu mir ist.

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