Aug 8
Fundstück: “The Last Chase”
Bei Recherchen über den Science-Fiction-Film der 1980er Jahre ist mir dieser kuriose postapokalyptisch-dystopische Film untergekommen:
The Last Chase (USA 1981, Regie: Martyn Burke – IMDB, Wikipedia)
Nach einem energiewirtschaftlichen Kollaps (“The oil has run out!”) und einer Pandemie, die einen Großteil der Bevölkerung wegrafft, haben sich die Vereinigten Staaten in ein autoritäres Land verwandelt, das seine Bürger zwingt (!), die öffentlichen Verkehrsmittel oder Fahrräder zu nutzen. Autos sind strengstens verboten. Der ehemalige Rennfahrer Franklyn Hart (Lee Majors) hat aber sein altes Renngefährt versteckt und pflegt es hingebungsvoll; er will sich damit nach “Free California” absetzen (wohin auch sonst?), wo man noch ungestört seine automobile Freiheit genießen kann … Das Regime hetzt ihm einen Vietnam-Veteranen (Burgess Meredith) mit einer extra dafür entstaubten F-86 Sabre hinterher, um den automobilen ‘Republikflüchtling’ Mores zu lehren.
Interessant bis kurios ist die Sujet-Fügung des Films: Zwei semantische Teilräume (die ‘öko-faschistischen’ USA und ‘Free California’) werden gegenübergestellt; die Herren des ersten Teilraums verweigern ihren Bürgern Autos und Öl (das, wie sich herausstellt, gar nicht völlig aufgebracht, sondern gebunkert wird), der zweite Teilraum steht für die ur-amerikanischen Werte: Freiheit, Unabhängigkeit – die sich v. a. darin manifestieren, dass man ungestört und ungehindert über den Freeway brausen kann. Der Held will nun von einem Teilraum in den anderen wechseln, sein Weg ist eben “the last chase”. Leider scheint es den Film nicht legal auf DVD zu geben, alle Netzangebote schreien ‘Bootleg’.
Auf youtube kann man zumindest ein wenig in dieses seltsame Werk hineinschnuppern:
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