Auf F.LM ist jüngst eine Kritk von Jochen Werner zum Film “Steel Dawn” erschienen:
Lance Hools Endzeitactioner „Steel Dawn“ war Swayzes erste Rolle nach der des Tanzlehrers Johnny Castle, und insbesondere diesem Film prägt sich der symbolische Kampf Swayzes um seine Heterosexualität überdeutlich ein. Dabei ist „Steel Dawn“ zunächst einmal ein streng nach den Regeln des Genres gebauter postapokalyptischer Science-Fiction-Streifen. Seit dem Ende der 1970er Jahre und George Millers Klassiker „Mad Max“ war dieses Genre schwer in Mode, mit Low-Budget-Rip-offs vorwiegend italienischer Provenienz gab es in den folgenden Jahren mit wenig Einsatz viel Kasse zu machen. In diese Reihe ließe sich auch „Steel Dawn“, der für sichtlich kaum mehr als 8 Mark 50 Budget entstanden ist, nahtlos einfügen, wäre er nicht im Grunde bereits zu spät dafür gekommen. Millers epochales Sequel „The Road Warrior“ war bereits sechs Jahre her, die zweite Fortsetzung „Mad Max: Beyond Thunderdome“ war überaus pompös und letztlich enttäuschend ausgefallen. Man hatte sich, so ist zu vermuten, einfach sattgesehen an den archaisch-futuristischen Wüstenwelten des Endzeitfilms. Diese Resignation scheint sich schon in den ersten Bildern in „Steel Dawn“ einzuschreiben. Dort begegnen wir dem namenlosen, nur als „Nomad“ bezeichneten Helden (Swayze) zunächst bei der kopfstehenden Meditation, dann im Kampf gegen seltsame, aus dem Wüstensand hervorkriechende Feinde. Doch scheint hier letztlich nichts dynamisch, alles seltsam eingefroren: die Bewegung des Aktionskinos scheint hier bereits zur Pose geronnen.
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