Jan 14
I’m your hate when you want love…
David Moody hat sich mittlerweile vom Eigenverlagsautoren zum Drehbuchvorlagenlieferer für del Toro geliefert – und letzteren dabei literarisch erstaunlicherweise locker überholt (Die Saat kann man wirklich nicht empfehlen). Mit Im Wahn legt er nach der Herbst-Reihe einen höchst spannenden, nur noch selten seicht wirkenden Roman vor, der ein paar Dinge neu und richtig gut macht.
Die Story dreht sich um einen Familienvater aus Leeds/UK, der im Familien- und Berufsstress unterzugehen glaubt – bis seltsame Dinge in der Stadt passieren: Personen werden ohne Grund aggressiv und töten Mitmenschen. Was klassisch klingt, ist nicht klassisch erzählt, da nach und nach die Sicht der “Hasser” dargestellt bzw. aus deren Sicht erzählt wird (no spoilers, ok). Damit greift Moody nicht nur geschickt die Sichtweise der ansonsten “anderen Seite” auf (und stellt sich damit in eine Reihe mit “I am Legend”), sondern verwischt die Grenzen: In einer Großstadt voller Hass (der Protagonist arbeitet in einer Beschwerdestelle des Ordnungsamtes…) und Verrückten, ist es nicht so schnell klar, wer ein “Hasser” ist und wer nicht. Sehr spannend, sehr zu empfehlen, der hat sich entwickelt!
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Hört sich sehr gut an. Vor allem der Part mit der Sicht aus “der anderen Seite”.
Bis jetzt habe ich von ihm nur Herbst: Beginn gelesen, aber das wird sicher nicht so bleiben