Archiv der Kategorie 'Computer- und Videospiele'
Atomkrieg im 8- und 16-Bit-Computerspiel
Ich habe mich für interne unsere Kurztagung im August einmal daran gemacht, möglichst viele (alle?) Computerspiele für 8- und 16-Bit-Geräte mit Atomkriegsszenarien zusammen zu suchen. Hier die Liste:
- 198?: Nuclear Reaction (Creative Computing)
- 1980: Missile Command (Atari)
- 1980: B1 Nuclear Bomber (Microcomputer Games Inc./Avalon Hill)
- 1983: Computer War (Thorn Emi)
- 1984: WarGames (Coleco / United Artists)
- 1984: Raid over Moscow (Access Software)
- 1984: Thermonuclear Wargames (Gameworx Software)
- 1984: Germany 1985 (SSI)
- 1985: Theater Europe (PSS)
- 1987: Def Con 5 (Cosmi)
- 1987: High Frontier – An SDI Simulation (Activision)
- 1988: Wasteland (SSI)
- 1988: Hacker II – The Doomsday Papers (Activision)
- 1988: SDI 64 (Happy Computer)
- 1988: SDI (Activision)
- 1989: Nuclear War (US Gold)
- 1989: Conflict Europe (PSS)
- 1994: Global Thermonuclear Warfare (Scorpius)
Welches Spiel habe ich vergessen?
2 comments»Das Ende der Welt ist erst der Anfang.« (Update)
Hocherfreut lese ich gerade im PlayStation-Blog, dass meine Lieblings-Offraodracer-Serie “MotorStorm” in Kürze einen dritten Teil bekommt, der in einem postapokalyptischen Szenario, genauer gesagt an der Westküste der USA angesiedelt ist.
Die Stadt ist verlassen und nach einem Beben mehr oder weniger zerstört. Als die MotorStorm-Fahrer das herausfinden, fahren sie sofort hin. Doch zwei Dinge werden schnell klar: Die Stadt ist nicht völlig verlassen, und Mutter Natur ist noch nicht fertig mit ihr! Im Lauf des Spiels wird die Stadt während eures Rennens in Echtzeit in Trümmer gelegt. Routen sind davon genauso betroffen wie unsere entstehende Spielhandlung.
mehr: PlayStation-Blog
Update: Soeben ist im PlayStation-Blog der erste Trailer zum Spiel erschienen, sowie ein Interview mit einem Entwickler von “MotorStorm Apocalypse”:
No commentsEvery Game is the End of the World
Von Gamer-Kollegen Rudolf Inderst erhalte ich gerade den Hinweis auf die aktuelle Ausgabe von “The Escapist“, die sich unter dem Titel “The Day After” dieses mal der spielerischen Postapokalypse verschrieben hat – weswegen sie hier nicht unerwähnt bleiben soll.
No commentsZeig mir den Weg ins Dunkel
Durch den Umzug nach Karlsruhe lange verzögert, aber jetzt wieder reaktiviert: Meine Tätigkeit hier im Blog und am ersten Sammelband der Postapocalypse.de-Buchreihe (coming soon) – aber auch die unterbrochene Lektüre von Dmitry Glukhovskys Metro 2033 geht wieder voran.Der junge Artjom wächst im Moskauer U-Bahn-Netz auf, das den menschlichen Überlenden des Weltendes als Zuflucht gedient hat. Der Roman greift das Stalker-Sujet auf seine eigene Weise auf und beschreibt eine düstere Unterwelt – nicht ohne immer wieder auf das “Draußen” und mögliche “Andere” zu verweisen. Wer es mag, kann das gleichnamige Spiel auch auf PC und XBox360 spielen. Ich bin gespannt auf die Lektüre der Fortsetzung sowie die mögliche Portierung als Videospiel!
Hier die nette Gamepro-Preview des Spiels:
No commentsDas siebte Siegel
Heute konnte ich meine Importversion von Darksiders in Empfang nehmen, das ich schon einmal in einer Video Game Preview vorgestellt hatte. Ihr könnt einen der apokalyptischen Reiter – Krieg – spielen, der stark an eine WoW-mäßige Version von Kratos (“God of War”) erinnert. Das Ganze spielt zumindest zu Beginn in einer von Meteoriten vernichteten Großstadt, wobei sich schon im Vorspann die Meteoriten als Diener des Bösen und der Vernichtung entpuppen – das Ganze ist eine wilde Mixtur aus Action-Adventure und einer ganz kleinen Prise Rollenspiel und spielt sich ähnlich wie God of War, nur in einer sehr biblisch-apokalyptisch anmutenden Szenerie mit Dämonen, Zombies usw.
No commentsIhr werdet es erleben
Nimmt man den Titel des bekannten Buches von Kahn und Wiener wörtlich, welche Art des Vorlaufens in apokalyptische bzw. postapokalyptische Szenarien liegt näher als das direkte Interagieren mit dem Ende der Welt im Videospiel?
Gleich mehrere Spiele sind in letzter Zeit erschienen bzw. standen – weil groß angekündigt – im Medieninteresse.
Ganz klar dem Thema Postapokalypse und Survival ist I am Alive verschrieben, das für dieses Jahres angekündigt ist und den Spieler ähnlich wie in Fallout mit überlebenswichtigen (moralischen) Entscheidungen in der Welt nach dem Ende konfrontiert.
Bereits erschienen ist Disaster: Day of Crisis für die Wii, die den Protagonisten in den Überlebenskampf in einer Stadt schickt, die von verschiedenen Naturgewalten überrollt wird.
Außerdem ist das Thema “Superhelden” gerade in Videospielen gerne lose mit dem Thema Apokalypse/Postapokalypse verknüpft, hier sind neben den bereits erschienenen Prototype und Infamous noch das angekündigte Darksiders zu nennen:
Ihr werdet es erleben!
1 commentPostatomare Familiengeschichten
heißt eine Spielebesprechung zu Fallout 3, die Matthias Huber heute auf telepolis veröffentlich hat:
In Bethesdas Postapokalypse-Rollenspiel “Fallout 3″ bewahrt nur eine kapitalistische Überschussproduktion die Menschheit vor ihrem Untergang
mehr: telepolis
1 commentDie Welt ohne uns
Vorhin lief eine “Dokumentation” darüber, was passieren würde, wenn der Mensch aussterben würde und die Erde sich selbst überlassen wäre. Anscheinend ist nicht nur der Blick auf eine prähistorische Welt (noch ohne Neanderthaler) massenkompatibel, sondern auch Visionen der in Zukunft vom Menschen verlassenen oder “befreiten” Erde. Als Beispiel der Doku diente das verlassene Gebiet um Tschernobyl, das eine umgreifende mediale Anziehungskraft auszuüben scheint (S.T.A.L.K.E.R- und Call of Duty 4-Spieler wissen, was ich meine). Das hat mich daran erinnert, dass Weismans “Die Welt ohne uns” leider erst nächstes Jahr als Taschenbuch in Deutschland erscheint, solange behelfen wir uns mit dem Original:
“They began approaching within a year. Chernobyl’s birds disappeared in the firestorm when Reactor number Four blew that April, their nest building barely begun. Until it detonated, Chernobyl was almost halfway to becoming the biggest nuclear complex on Earth, with a dozen onemegawatt reactors. Then, one night in 1986, a collision of operator and design mistakes achieved a kind of critical mass of human error. The explosion, although not nuclear—only one building was damaged — broadcast the innards of a nuclear reactor over the landscape and into the sky, amid an immense cloud of radioactive steam from the evaporated coolant. To Russian and Ukrainian scientists that week, frantically sampling to track radioactive plumes through the soil and aquifers, the silence of a birdless world was unnerving.
But the following spring the birds were back, and they’ve stayed. To watch barn swallows zip naked around the carcass of the hot reactor is discombobulating, especially when you are swaddled in layers of wool and hooded canvas coveralls to block alpha particles, with a surgical cap and mask to keep plutonium dust from your hair and lungs. You want them to fly away, fast and far. At the same time, it’s mesmerizing that they’re here. It seems so normal, as if apocalypse has turned out to be not so bad after
all. The worst happens, and life still goes on.” (Alan Weisman: The World Without Us, New York 2007, p. 214)
Passenderweise läuft gerade Wall-E (USA 2008, Andrew Stanton) in den Kinos an, in dem ein Roboter auf der von Menschen verlassenen (weil zugemüllten) Erde Abenteuer erlebt …
1 commentDas erste Opfer der Apocalypse…
…scheint “Lady Liberty” zu sein. Wie Gerry Canavan anhand von interessantem Bildmaterial zeigt, gehört eine zerstörte Freiheitsstatue zum festen Inventar postapokylptischer Bilder.
Canavan hat übrigens auch bei Culture Monkey einen lesenswerten Artikel verfasst, der der Frage nachgeht, welchen Reiz postapokalyptische Szenarien auf uns ausüben.
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