Archiv der Kategorie 'Retro'
Lustvolles Endzeitphantasieren
Auf Spiegel Online erklärt Thea Dorn uns, warum wir apokalyptische Szenarien brauchen.
No commentsHavarie-Musik
Ja, auch die gab es – gerade nach dem 26. April 1986 (und bis in die Gegenwart): Musik über Kernkraftwerk-Havarien. Aber seht/hört selbst:
Erste Allgemeine Verunsicherung: Burli (1988)
Wolf Maahn: Tschernobyl – Das letzte Signal (1986)
Kraftwerk: Radioaktivität (1991) – Die Aktualisierung des Songs von 1975.
Tom Louis – Chernobyl (200?)
Job Karma: Tschernobyl – Imerium’s Collapse (haben eine ganze CD zum Thema gemacht)
Die Bandbreite/Bonana Klika – Zone der Entfremdung (?)
No commentsAls der Krieg am kältesten war, war die Musik am heißesten
Wieder mal eine kleine Clip-Parade zum Thema “Musik zum Atomkrieg” – dieses mal aus den 1980er Jahren:
Frankie goes to Hollywood: “Two Tribes”. Das Filetstück aus dem “Wolcome to the Pleasuredome”-Album. Großartig sind die Samples mit den Instruktionen, was man mit verstrahlten Leichen zu tun habe.
No commentsTanz in den Weltuntergang
Zur Abwechslung mal etwas Musik:
Der Song “Hypnopedia 666″ von der Elektronik-Formation “Hypnopedia” ist Anfang der 1990er Jahre beim Label ZYX-Records als Maxi-CD erschienen. Ich habe mir damals fast alles von ZYX gekauft, weil die teilweise sehr skurrile Sachen lizensiert hatten. In den Kontext dieses Blogs passt der Song vor allem deshalb, weil er Samples aus Richard Donners “The Omen” enthält und zwar die Prophezeihungen zum Weltuntergang und die Anleitung, wie man den kleinen Damien Thorn am besten um die Ecke bringt. Das hat ja bekanntlich erst zwei Teile später geklappt.
No commentsWar Games spielen
Am besten ist es natürlich, man nennt einen Commodore C=64 oder Atari 800 XL sein eigen. Am zweitbesten wäre es, einen Emulator für diese Geräte installiert zu haben.

Wer beides nicht hat oder haben will, kann sich aber auch online Abhilfe schaffen und das 1983 zum gleichnamigen Film erschienene Game “WarGames” online spielen. Und wer Angst vor Shockwaves hat (bei dem Thema nur zu verständlich), kann auch auf eine HTML-Version zurückgreifen. (Und beim Passwort immer dran denken: Wie hieß Professor Falkens verstorbener Sohn?)
Atombomben-Tests
… und weil ich gerade in einer solchen Bomben-Stimmung bin, hier ein paar Filmfundstücke von Atombombentests:
- Damage Foreshadows A-Bomb Test , 1946/06/06 (1946)
- First Pictures Atomic Blast!, 1946/07/08 (1946)
- New Mexico, 1961/11/30 (1961)
- Operations Crossroads Underway, 1946/07/01 (1946)
- ‘Dead’ A-Bomb Hits U.S. Town, 1958/03/13 (1958)
- Atomic Bomb Test – Operation Cue (1955)
- Ohne Titel (Plowshare-Projekt)
- Underwater Atomic Bomb Test At Bikini Atoll (1946)
- A-Bomb Blast Effects (1959)
- Ohne Titel (Unterwasser-Zündung)
- Operation Ivy (1952)
- Operation Crossroads (Part I) (1946)
- Operation Crossroads (Part II) (1946)
- Plowshare (Part I) (ca. 1961)
- Plowshare (Part II) (ca. 1961)
- Operation Cue (1955)
- Operation Cue (1964 revision) (1964)
- Atom Test Nears, 1946/06/13 (1946)
- Zusammenfassung der Tests auf dem Bikini-Atoll (2006)

Und immer dran denken: “It’s only a Test!“
1 comment10:50 AM
Beim Stöbern in archive.org habe ich noch einen interessanten 50-minütigen Spielfilm gefunden: “Atomic Attack” (USA 1950) – mit Walter Matthau in einer seiner allerersten Rollen!
Hier gibt es den kompletten Film zu sehen & zu laden: http://www.archive.org/details/gov.ntis.ava09891vnb1
No commentsA Day called X

In Internet-Archiven wie www.archive.org gibt es eine Reihe von Dokumentarfilmen und -spielen aus dem 1950er und -60er Jahren, die den atomkriegsbedrohten Amerikanern die Angst vor der Bombe nehmen und gute Ratschläge für das Verhalten bei einem Einschlag geben sollten. Einige der Filme habe ich einmal herausgesucht:
- Der Klassiker “Duck and Cover”: http://www.archive.org/details/DuckandC1951
- “Let’s face it!”: http://www.nv.doe.gov/library/films/film.aspx?ID=41
- “A Day called X”: Teil 1 und Teil 2
- “Survival under Atomic Attack”: http://www.archive.org/details/Survival1951
- “Atomic Alert”: http://www.archive.org/details/AtomicAl1951
- “Radiological Defense”: http://www.archive.org/details/Radiolog1961
- Eher so etwas wie Milius’ “Red Dawn”: “Our City must fight”: http://www.archive.org/details/OurCitie1951
- “About Fallout”: http://www.archive.org/details/AboutFal1955
- Und die optimistischere 60er-Variante: “About Fallout”: http://www.archive.org/details/AboutFal1963
- “Stay Safe, Stay Strong: The Facts About Nuclear Weapons”: http://www.archive.org/details/StaySafe1960
- “Self Preservation In An Atomic Attack (1950): http://www.archive.org/details/preserve
Und für alle, die keine Filme mögen: Hier eine Anleitung “Atomic Bomb – How to protect yourself”, von 1950. Falls jemand noch weitere Filme dieser Art kennt, würde ich mich über Hinweise/Links freuen.
1 commentThe End of August at the Hotel Ozone (1967)
Eine alte Frau erklärt in Konec srpna v Hotelu Ozon (aka The End of August at the Hotel Ozone) (Tschecheslowakei 1967, Regie: Jan Schmidt) einem “Rudel” junger Frauen, das sie durch die menschenleere Welt (an)führt, wann die Menschheit ausgerottet wurde, wann die letzten Menschen verschwanden – indem sie auf die Jahresringe eines Baumstumpfes deutet.
Wenn Dominik wieder mehr Zeit hat, muss er dringend mal was zum Thema “Jahresringe” posten, da diese nicht nur in “Vertigo” eine Rolle spielen (dort ebenfalls als Vergangenheitsbezug, als Erinnerungsmechanismus), sondern auch in La Jetée, wo der Protagonist auf einen Punkt außerhalb des Baumstammes deutet und sagt, dass er dort geboren sei (d. h. er kommt aus der Zukunft).
Der Film thematisiert die Beziehung zwischen der alten Frau, die als “Rudelführerin” die jungen Frauen, die im Gegensatz zu ihr keine gesellschaftlichen Zwänge und (moralischen) Gesetze mehr zu kennen scheinen. Sie treffen auf den vermutlich letzten verbliebenen Mann, der das Hotel Ozone bewohnt – nachdem allerdings die Anführerin stirbt, bricht Anarchie in der Gruppe aus, der Mann wird durch eine Art Raubmord getötet. Vorher erkennt er und spricht auch aus, dass die Frauen sich wie Tiere benehmen, die nun nicht mehr gebändigt werden – eine schöne Abwandlung des “Homo homini lupus”-Themas (Hobbes). Die jungen Frauen ziehen weiter, als gesetzlose Nomaden.
1 commentBuck Rogers im 25. Jahrhundert (1979)
Habe endlich mal die beiden ersten Folgen von “Buck Rogers” (DVD) (die zusammen so ungefähr den Kinofilm ergeben, den man vielleicht noch kennen mag, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat). Der Protagonist wird durch Zufall in seinem Shuttle 1987 eingefroren und kehrt 500 Jahre später zur Erde zurück – bzw. was davon übrig ist. Gehört damit lustigerweise zu den “umständlichen Zeitreisen”.

Der Film ist nicht nur von der Gestaltung an einigen Ecken an “Kampfstern Galactica” angelehnt, sondern bemüht auch das Thema “Die Menschheit ist nach der atomaren Vernichtung auf kleinsten Raum zusammengedrängt und wird von fremden Mächten bedroht”. Unglaublich ist auch heute noch die Titelmusik (im Titeltrailer), welche man hier oder in anderer Form hier findet.
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